Der Straßburger Christkindelsmarik, gegründet 1570, ist Europas ältester Weihnachtsmarkt und Frankreichs bedeutendstes Winterfest für Genießer. Er läuft von Ende November bis zum 24. Dezember 2026 auf acht Plätzen der Grande Ile und zieht 3,4 Millionen Besucher an, die weißen Vin chaud, Tarte flambée, Bredele, elsässischen Lebkuchen und Grand-Cru-Riesling genießen.
Jedes Jahr Ende November vollbringt die Stadt Straßburg etwas, das keine andere europäische Stadt überzeugend nachahmen kann. Sie wird zur Verkörperung von Weihnachten. Nicht die kommerzielle Version, nicht die abstrakte Grußkarten-Version — sondern die Version mit dampfendem Gewürzwein in einer Keramiktasse, nach Lebkuchen duftender Kälte und dem gotischen Rosenfenster des Münsters, das golden über einem Platz voller Holzbuden leuchtet. Der Christkindelsmarik tut dies seit 1570. Nichts kommt ihm auch nur annähernd gleich.
Für Genießer hält der Straßburger Markt etwas bereit, das Konkurrenten nicht bieten können: eine Küche, die wirklich eigen ist. Die elsässische Küche steht an der Kreuzung zwischen Frankreich und Deutschland und hat im Laufe von vier Jahrhunderten wechselnder Grenzen Einflüsse von beiden Rheinseiten aufgenommen. Für Besucher aus Freiburg, Stuttgart oder Frankfurt ist Straßburg ohnehin nahezu ums Eck — eine Stunde Fahrt, und du stehst mitten im ältesten Weihnachtsmarkt Europas. Auf dem Weihnachtsmarkt nimmt diese einzigartige Küche ihre konzentrierteste, festlichste Form an. Du kannst weißen Wein trinken, der mit Ingwer und Sternanis erhitzt wurde — eine Offenbarung, wenn du bislang nur die rote deutsche Variante kennst. Du kannst einen holzofengebackenen Fladen essen, der seit Generationen in dieser Region hergestellt wird. Du kannst ein Päckchen handgebackener Plätzchen mit nach Hause nehmen, die genau sechs Wochen im Jahr erhältlich sind und nicht länger. Dieser Guide zeigt dir, wo du das Beste davon findest.
Weißer Vin chaud: das Getränk Straßburgs
Wer einen Weihnachtsmarkt in Deutschland, Österreich oder der Schweiz besucht, bekommt einen roten Glühwein gereicht. Wer den Straßburger Christkindelsmarik betritt, hat die Wahl. Die weiße Variante — Vin chaud blanc — ist der lokale Beitrag zur Glühweintradition, und sie verändert das Erlebnis grundlegend.
Aus Pinot Blanc oder jungem Riesling statt aus Syrah oder Grenache hergestellt, trägt die weiße Version dieselben wärmenden Gewürze (Zimt, Sternanis, Gewürznelken, frischer Ingwer, Kardamom, Zitrusabrieb) — ohne jedoch die Tannine und Schwere des Rotweins. Das Ergebnis ist leichter, aromatischer und in seiner Frische fast cidre-ähnlich. Der Koch und Foodjournalist François-Régis Gaudry hat ausführlich über das Rezept geschrieben, das die natürliche Säure des Weins gegen die Süße der Gewürzmischung ausbalanciert.
Die Spezialisten sind die Tribu des Gourmets du Vin d’Alsace, die ein eigenes Chalet auf der Terrasse Rohan (Markt Quai des Délices) betreiben. Das ist die Adresse. Die rote Version ist ebenfalls ausgezeichnet — probiere sie bei Chez Mathilde auf der Place Broglie oder auf dem Markt Carré d’Or auf der Place du Temple-Neuf, wo sie in Keramiktassen statt in Plastikbechern serviert wird. Aber fang mit dem Weißen an.
Preis: rund 3–5 € pro Tasse zuzüglich 1–2 € Pfand, rückerstattbar bei Tassenrückgabe. Das Pfandsystem — auf allen Märkten Standard — bedeutet, dass Tassen gespült und wiederverwendet, nicht weggeworfen werden.
Straßburg: Private Gourmet- und Stadtführung
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Bredele und Pain d’épices: die süße Tradition
Bredele (ausgesprochen „BRAY-del”) sind die Weihnachtsplätzchen, die die elsässische Festsaison definieren. Sie sind kein ganzjähriges Gebäck. Sie erscheinen Ende November, verschwinden Anfang Januar, und dazwischen füllen sie jedes Bäckerschaufenster und die Hälfte der Marktstände mit ihren charakteristischen kleinen Formen und ihrem Duft nach Vanille und Anis.
Die Varianten umfassen fünfzehn oder mehr: Butterbredele (reines Butterschmälzgebäck), Zimtsterne (mit Puderzuckerglasur), Vanillekipferl (halbmondförmig mit gemahlenen Mandeln und Vanillezucker), Spritzbredele (als Rosettenform gespritzt), anisgeseite Bredele (die traditionellste Form von allen). Jede elsässische Familie hat ihre eigenen Rezepte und Lieblingsformen, und der Markt ist der Ort, an dem diese Hausüberlieferungen an die Öffentlichkeit gehen.
Wer kennt Zimtsterne aus dem deutschen Advent? Im Elsass heißen sie so und stammen von hier — die Verwandtschaft mit der deutschen Weihnachtsbäckereitradition ist kein Zufall, sondern Geschichte.
Wo kauft man die besten Bredele:
- Place du Marché-aux-Poissons (Quai des Délices): Der Stand der Fédération des Boulangeries du Bas-Rhin ist das Schaufenster der Bäckergilde — der definitive Maßstab.
- Place des Meuniers: Der kleine Markt der elsässischen Produzenten, auf dem preisgekrönte Bredele mit Wettbewerbsmedaillen ausgestellt werden. Die Qualität ist hier außergewöhnlich.
- Square Louise-Weiss: Das Moulin de Hurtigheim verkauft traditionelle Bredele aus seiner eigenen Mühle in kleinen Chargen.
Kostenlose Bredele-Workshops für Kinder laufen auf dem Markt Quai des Délices (Reservierung erforderlich: +33 3 88 15 24 00).
Pain d’épices, der elsässische Lebkuchen, ist eine andere Kreatur als das deutsche Lebkuchen — feuchter, honigbetonter, weniger aggressiv gewürzt. Das Haus mit der längsten und besten Tradition ist Mireille Oster, seit 1933 im Betrieb, mit einem Laden in der Rue du Vieux-Marché-aux-Poissons 31 und einem zweiten Standort in einer Wassermühle in der Petite France. Die Geschmacksrichtungen reichen vom klassischen Gewürzlaib bis zu Orangenschale, Lavendel und Schokolade.
Straßburg: Foodtour und Altstadtspaziergang
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Tarte flambée und Choucroute: das herzhafte Herz
Diese beiden Gerichte verankern die herzhafte Identität des Weihnachtsmarkts, und sie unterscheiden sich so sehr voneinander wie die Orte, an denen man sie isst.
Tarte flambée (auf Elsässisch: Flammekueche) ist Streetfood: ein sehr dünner ungesäuerter Boden, belegt mit Fromage blanc oder Crème fraîche, dünn geschnittenen weißen Zwiebeln und Speckwürfeln, dann drei Minuten bei extremer Hitze im Holzofen gebacken. Das Ergebnis ist ein blasiger, leicht angekohlter Fladen, der sich in unregelmäßige Stücke brechen lässt — näher an der römischen Pinsa als an der Pizza, trotz dem, was jeder Reiseführer behauptet. Varianten umfassen eine Wald-Champignon-Gruyère-Version, eine Räucherlachs-Version von den nördlichen Ständen und auf dem Marché OFF auf der Place Grimmeissen eine vegetarische Option mit saisonalem Gemüse und Crème fraîche. Preis am Markt: 5–9 € pro Portion.
Choucroute garnie ist ein ganz anderes Erlebnis, eher für eine Winstub als für einen Marktstand geeignet. Sauerkraut (fermentierter Weißkohl) in Riesling oder Pinot Blanc geschmort, serviert mit Knack d’Alsace (der rauchige Würste, die beim Reinbeißen charakteristisch knacken), geräuchertem Schweinebauch, Montbéliard-Wurst und Salzkartoffeln — dieses Gericht definiert die elsässische Küche seit dem 16. Jahrhundert, und das Weinschmoren macht es milder und weniger säurehaltig als das deutsche Pendant.
Wer deutsche Weihnachtsmärkte kennt, entdeckt hier den Brückencharakter der elsässischen Küche: das Sauerkraut bekannt, der Riesling das verbindende Element, aber die Aromatik eindeutig französisch.
Klassische Weinbegleitung: ein strukturierter, leicht halbtrockener Riesling, bei dem die Säure die Fermentation im Kohl spiegelt und ergänzt. Alternativ ein Gewurztraminer für einen reicheren, würzigeren Kontrast.
Die besten Winstuben in der Nähe der Märkte — Chez Yvonne (seit 1873, von den Präsidenten Chirac, Kohl und Jelzin besucht), Au Pont du Corbeau und Le Tire-Bouchon — servieren alle ausgezeichnete Choucroute garnie. Reservierungen zwei bis vier Wochen im Voraus für Dezemberabende; sechs Wochen oder mehr für das erste Dezemberwochenende und die Weihnachtswoche.
Die elsässische Brezel ist nicht die trockene, harte Brezel aus deutschen Bierhallen. Es ist ein weiches, zupfbares Gebäck aus angereichertem Briocheteig, erhältlich mit grobem Salz (2–3 €), geschmolzenem Gruyère oder — in der üppigsten Version — mit Munster-Käse und Speckwürfeln belegt. Die besten findest du auf der Place Kléber und an den Handwerkständen auf der Place des Meuniers.
Willkommen in Straßburg! Stadtspaziergang
Die beliebteste Einführung in Straßburg, mit über 100 Fünf-Sterne-Bewertungen. Ein 165-minütiger Gruppenspaziergang durch die Marktplätze, den Münsterbezirk, die Petite France und die wichtigsten Gourmet-Adressen, geführt von einem lokalen Guide. Die ideale Orientierung, bevor du den Nachmittag mit Essen und Trinken verbringst.
Die acht Plätze: eine Genuss-Karte
Der Christkindelsmarik ist nicht ein einziger Markt — er besteht aus acht eigenständigen Themenbereichen in Gehweite auf der Grande Ile. Jeder hat seine eigene kulinarische Persönlichkeit.
Place Broglie ist das historische Herz (der Markt hat diesen Platz seit dem späten 19. Jahrhundert belegt). Hier findest du Choucroute-garnie-Stände, Bredele, traditionelles Spielzeug und Chez Mathilde für den klassischen roten Vin chaud. Dieser Platz ist weniger überlaufen als der Münsterbereich.
Place Kléber beherbergt den Grand Sapin — den 30 Meter hohen Weihnachtsbaum aus den Vogesen, geschmückt mit 240 Putten und über 400 Kugeln, mit stündlicher Licht- und Musikshow von 16 bis 21 Uhr. Kulinarisches Highlight: Grumbeerekiechle (knusprige Kartoffelpuffer, elsässisches Rösti) vom Chalet de l’Opéra. Das Village du Partage auf diesem Platz rotiert über 90 Wohlfahrtsorganisationen; die Erlöse der “Star Soup” fließen in lokale Projekte.
Place de la Cathédrale und Place du Château sind die meistfotografierten und überfülltesten Plätze. Wenn du Bredele oder Pain d’épices kaufen möchtest, ist das der Ort — aber besuche ihn früh morgens.
Terrasse Rohan / Place du Marché-aux-Poissons (Quai des Délices) ist der Markt für Genießer. Hier steht der Bredele-Stand der Bäckergilde, das Chalet des weißen Vin chaud der Tribu des Gourmets, artisanale Foie gras von der Maison Doriath, direkt ausschenkende lokale Winzer und beinahe 400 beleuchtete Sterne über der Flusspromenade. Wunderschön bei Sonnenuntergang.
Square Louise-Weiss und Square Suzanne-Lacore (Adventsmarkt) beherbergen ausschließlich lokale Erzeuger: biodynamische Weine, Bio-Marmeladen, handwerklichen Honig, Single-Origin-Schokolade. Das ist der einzige Markt, der über den Heiligabend hinaus bis zum 6. Januar geöffnet bleibt.
Place Benjamin-Zix und Place Saint-Thomas (Petite France) bieten das Märchenambiente: Fachwerkhäuser, Kanalblicke, mundgeblasene Glas-Ornamente aus Meisenthal. Saint-Thomas ist der ruhigste Platz zu jeder Marktzeit.
Place du Temple-Neuf (Carré d’Or) serviert Vin chaud in Keramiktassen. Handgefertigte Kerzen, Schmuck und lokale Spezialitäten in ruhiger, intimer Atmosphäre.
Place Grimmeissen (Marché OFF) ist der Sozialunternehmer-Markt, der seit 2016 in umgenutzten Schiffscontainern betrieben wird. Biologische und vegetarische Tarte flambée, das beste handwerkliche Craft Beer aus elsässischen Brauereien, Pflaumen- und Himbeer-Glühwein-Varianten. Das Publikum ist hier jünger und lokaler.
Elsässer Weine: was trinken und warum
Das Elsass ist durch die Vogesen vor atlantischem Regen geschützt — Straßburg erhält nur rund 600 mm Niederschlag pro Jahr, weniger als viele Teile Südfrankreichs. Dieses kontinentale Mikroklima bringt Weißweine von außergewöhnlicher aromatischer Intensität und langen Wachstumssaisons hervor. Der Weihnachtsmarkt bietet direkten Zugang zu diesen Weinen zu Erzeugerpreisen.
Riesling ist der König des Elsass: trocken, hohe Säure, Zitrus- und Mineralton, der sich mit der Zeit zu Petroleum und Honig entwickelt. Die klassische Begleitung zu Choucroute garnie (die Säure spiegelt die Fermentation) und Tarte flambée (schneidet das Fett der Crème fraîche). Grand-Cru-Rieslinge stellen den besten Terroir-Ausdruck dar — achte auf die Lagen Schlossberg, Rangen oder Altenberg de Bergheim.
Wer badischen oder pfälzischen Riesling kennt, findet im elsässischen Pendant eine vertraute, aber eigene Stilistik: länger auf der Hefe, trockener in der Tendenz, mineralisch ausgeprägter.
Gewurztraminer ist der unmittelbar verführerischste: intensiv aromatisch nach Lychee, Rosenblüte, frischem Ingwer und exotischen Gewürzen, typischerweise säurearm und von trocken bis spätlese-süß reichend. Auf dem Weihnachtsmarkt harmoniert er außergewöhnlich gut mit Pain d’épices (die Würze in Wein und Brot resoniert), Foie gras und Munster-Käse. Halbtrockene Versionen machen ein ungewöhnliches und sehr gelungenes Aperitif an einem kalten Abend.
Crémant d’Alsace ist Frankreichs zweitgrößte Schaumwein-Appellation nach Champagne, nach derselben Methode traditionelle hergestellt. Überwiegend aus Pinot Blanc, Auxerrois, Riesling und Pinot Noir, ist er weit unter vergleichbaren Champagner-Preisen angesetzt — die meisten Flaschen unter 15–20 €. Hervorragend zu Foie gras, Bredele und allem, was du festlich begehen möchtest.
Pinot Gris bietet einen reicheren, rauchigeren, honigsüßeren Charakter als Riesling, stilistisch näher an einem elsässischen weißen Burgunder. Harmoniert gut mit gehaltvolleren Zubereitungen und insbesondere Foie gras.
Wo verkosten: Die Märkte am Quai des Délices und am Square Louise-Weiss haben Erzeuger, die direkt an den Ständen ausschenken. Für eine geführte Sitzverkostung abseits des Marktlärms führt der Comptoir des Vignerons Alsaciens auf der Place Gutenberg nahezu 400 Weine von 75 unabhängigen Erzeugern.
Weinprobe in Straßburg: Entdeckung der Elsässer Weine
Eine 90-minütige geführte Verkostung durch die wichtigsten elsässischen Appellationen — Riesling, Gewurztraminer, Crémant, Pinot Gris — mit einem zertifizierten Weinsommelier in Straßburg. 18 Fünf-Sterne-Bewertungen. Die richtige Aktivität am Nachmittag vor dem Abendessen in der Winstub.
Wer das volle Kellererlebnis über eine Verkostungsstube hinaus möchte, hat im Straßburger Hospice-Keller eine Adresse, die seit über 600 Jahren ununterbrochen betrieben wird — einer der ältesten kommunalen Weinkeller der Welt:
Immersive Kellerführung — Verkostung und elsässisches Brunch
Besuch eines historischen elsässischen Kellers mit Verkostung von fünf Weinen einschließlich eines Grand-Cru-Kougelhopf-Pairings, gefolgt von einem traditionellen elsässischen Brunch. 120 Minuten, Zugang ohne Wartezeit, acht Fünf-Sterne-Bewertungen. Ein vollständiger Morgen.
Tagesausflüge: elsässische Weinorte im Dezember
Die Route des Vins d’Alsace beginnt praktisch an Straßburgs Haustür. Im Dezember veranstalten viele der 170 km langen Weinortekette südwärts bis Thann eigene Weihnachtsmärkte neben Kellerbesichtigungen — und sie sind deutlich weniger überlaufen als Straßburg selbst.
Mit dem Regionalzug erreichbar: Obernai (25 km, rund 20 Minuten), Barr, Molsheim und Rosheim sind alle ohne Auto erreichbar. Colmar, 30 Minuten per TGV, veranstaltet sechs eigenständige Weihnachtsmarktviertel und ist einen ganzen Tag oder als zweite Basis wert.
Von Freiburg aus ist Colmar übrigens in 30 Minuten per Bahn erreichbar — ein natürlicher Einstiegspunkt in die Elsässer Weinstraße, bevor du nach Straßburg weiterfährst.
Für Ribeauvillé und Riquewihr — zwei der schönsten Dörfer Frankreichs mit ihren mittelalterlichen Mauern und außergewöhnlichen Riesling-Erzeugern — ist eine geführte Tour ab Straßburg die praktischste Option im Dezember, wenn Busverbindungen begrenzt sind. Für eine andere Art von Tagestour bietet das Radfahren durch die elsässische Weingegend ein Tempo und eine Zugänglichkeit, die kein Bus und kein Auto erreichen kann:
Durch elsässische Weinberge und Weinorte — Private Radtour
Eine private geführte Radtour durch die Weinberge und Weinorte des Elsass ab Colmar, die die Landschaft erschließt, aus der einige der charakteristischsten Weißweine Frankreichs stammen. Für verschiedene Fitnessgrade geeignet, mit E-Bike-Optionen. 52 Fünf-Sterne-Bewertungen.
Wer einen geführten Autotag mit Weinortstopps und Kellerbesichtigungen bevorzugt, findet in der Elsass-Tour ab Basel — mittelalterliche Dörfer und drei Kellerbesichtigungen in Kleingruppen mit maximal acht Personen — die umfassendste Option:
Elsass Weintour und mittelalterliche Dörfer — Kleingruppen-Führung
Ein voller Tag auf der Elsässer Weinstraße mit geführten Besuchen in mittelalterlichen Dörfern wie Eguisheim und Colmar, drei Kellerbesuchen mit Verkostungen und Mittagessen in einem lokalen Restaurant. 72 Fünf-Sterne-Bewertungen — die bestbewertete Weintour der Region auf Viator.
Wer seinen winterlichen Genuss-Reiseplan durch Frankreich bereits früher im November beginnen möchte: Die Beaujolais-Nouveau-Feiern in Beaujeu und Lyon bieten ein komplementäres Weinevent — ein natürlicher Ausgangspunkt, bevor es nach Straßburg geht.
Anreise und optimaler Reisezeitpunkt
Ab Paris: TGV direkt vom Gare de l’Est nach Straßburg, rund 1 Stunde 46 Minuten. Tickets ab 45 € im Voraus; Dezember-Wochenendzüge sind Monate im Voraus ausgebucht. Der Bahnhof ist 10–15 Minuten zu Fuß vom Marktzentrum entfernt.
Ab Frankfurt: ICE/TGV über das Hochgeschwindigkeitsnetz, rund 1 Stunde 50 Minuten. Der direkteste Zugkorridor für deutsche Besucher aus dem Rhein-Main-Gebiet.
Ab Freiburg im Breisgau: Regionalzug über die Rheinbrücke, rund 40–50 Minuten bis Straßburg-Ville. Damit ist Straßburg das nächste Weihnachtsmarktmekka für alle Schwarzwald- und Südbaden-Besucher.
Ab Stuttgart: TGV oder ICE über Karlsruhe, rund 1 Stunde 30 Minuten. Straßburg liegt näher als Köln.
Mit dem Auto: Die Grande Ile ist während der Weihnachtsmarktzeiten für Privatfahrzeuge gesperrt. Nutze eines der 12 Park-and-Ride-Angebote (P+R) an allen Straßenbahnlinien — 4,20 € pro Tag gilt für unbegrenzte Straßenbahn- und Busfahrten für bis zu sieben Personen.
Beste Reisezeit: Die Eröffnungswoche (Ende November) und die ersten zwei Dezemberwochen bieten den Markt in vollem Betrieb bei handhabbarem Besucherandrang. Montag und Dienstag sind die ruhigsten Tage. Das dritte Dezemberwochenende und die Weihnachtswoche sollten bei Menschenansammlungs-Aversion gemieden werden. Für Atmosphäre: gegen 17 Uhr auf einem Marktplatz eintreffen, wenn die Illuminationen angehen und die Grand-Sapin-Lichtshow beginnt.
Die Hotelauslastung in Straßburg erreicht in den Spitzenmarktwochen rund 95 %, und die Preise verdoppeln sich gegenüber anderen Monaten. Drei bis sechs Monate im Voraus für Dezember buchen. Die atmosphärischsten Viertel sind die Petite France (Kanalblicke, ruhigere Straßen) und die Grande Ile (maximale Marktnähe). Das Viertel Krutenau bietet ein lokaleres Flair zu etwas günstigeren Preisen, zehn Minuten per Straßenbahn vom Marktzentrum entfernt.
- Im September auf noel.strasbourg.eu das bestätigte Eröffnungsdatum 2026 prüfen
- Unterkunft mindestens 3–6 Monate im Voraus buchen (95 % Auslastung zu Stoßzeiten)
- Winstub-Reservierungen 2–4 Wochen im Voraus vornehmen (6+ Wochen für Spitzenwochenenden)
- Besuche an Werktagen früh morgens einplanen für die ruhigste Erfahrung
- Bargeld mitbringen — viele Handwerksstände akzeptieren keine Karten
- Die Sammel-Vin-chaud-Tasse einbehalten (1–2 € Pfand, rückerstattbar — oder als Andenken behalten)
- Den Markt Quai des Délices in der Dämmerung besuchen für die beleuchteten Sterne über der Flusspromenade
- Zur Place Saint-Thomas für heiße Schokolade und Kanalblicke ohne Menschenmassen
- Den Marché OFF auf der Place Grimmeissen für Bio-Essen und handwerkliches Craft Beer aufsuchen
- Mindestens einen vollen Tag einplanen; drei Tage, um den Markt und einen Weinort-Tagesausflug vollständig zu genießen
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Praktische Infos
FAQ
Wann findet der Straßburger Weihnachtsmarkt 2026 statt?
Die offiziellen Daten für 2026 wurden Mitte 2026 noch nicht bekanntgegeben (die Website noel.strasbourg.eu kündigt eine baldige Mitteilung an). Nach dem bewährten jährlichen Muster ist damit zu rechnen, dass der Christkindelsmarik am letzten Freitag im November eröffnet — voraussichtlich am 27. November 2026 — und bis zum 24. Dezember läuft. Einige Märkte, insbesondere das Dorf der Kleinerzeuger am Square Louise-Weiss, verlängern bis zum 6. Januar. Bitte offizielle Bestätigung auf noel.strasbourg.eu einholen.
Was sollte ich auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt unbedingt essen?
Fünf unverzichtbare Genüsse: (1) Weißer Vin chaud — die elsässische Weißweinvariante, ein Alleinstellungsmerkmal Straßburgs, serviert von der Tribu des Gourmets auf der Terrasse Rohan. (2) Tarte flambée — ein hauchdünner Flammkuchen mit Crème fraîche, weißen Zwiebeln und Speckwürfeln, im Holzofen gebacken. (3) Bredele — saisonale Weihnachtsplätzchen in über 15 Varianten, nur während der Festsaison erhältlich. (4) Pain d'épices von Mireille Oster (seit 1933), der feinste elsässische Lebkuchen. (5) Choucroute garnie — Sauerkraut in Riesling geschmort mit geräucherter Charcuterie, am besten in einer Winstub genossen.
Was ist weißer Vin chaud und wo bekomme ich ihn in Straßburg?
Die meisten Weihnachtsmärkte servieren roten Glühwein, aber Straßburgs Markenzeichen ist der weiße Vin chaud — aus Pinot Blanc oder jungem Riesling mit Zimt, Sternanis, Gewürznelken, Ingwer und Zitrusschale. Das Ergebnis ist leichter und aromatischer als die rote Variante. Die Tribu des Gourmets du Vin d'Alsace serviert ihn im Chalet auf der Terrasse Rohan (Markt Quai des Délices). Erstbesucher beschreiben ihn durchweg als Offenbarung.
Welche elsässischen Weine sollte ich auf oder neben dem Weihnachtsmarkt trinken?
Neben dem Vin chaud prägen vier Weine den Christkindelsmarik: Crémant d'Alsace (Schaumwein, Frankreichs zweitgrößte Sektappellation, hervorragend als Aperitif mit Foie gras), Riesling (trocken, hohe Säure, klassisch zu Tarte flambée und Choucroute garnie), Gewurztraminer (intensiv aromatisch mit Lychee und Rose, bemerkenswert zu Pain d'épices oder Foie gras) und Pinot Gris (üppig und honigsüß, ideal zu gehaltvolleren Gerichten). Lokale Erzeuger schenken direkt an den Marktständen auf dem Quai des Délices und am Square Louise-Weiss aus.
Wie voll ist der Straßburger Weihnachtsmarkt, und wann ist es am ruhigsten?
Mit 3,4 Millionen Besuchern im Jahr 2024 — durchschnittlich rund 89.000 pro Tag — ist der Markt tatsächlich sehr belebt. Am ruhigsten ist es in der Eröffnungswoche (Ende November) und in den ersten zwei Dezemberwochen. Montag und Dienstag sind innerhalb der Woche die entspanntesten Tage. Vor 14 Uhr sind deutlich weniger Besucher unterwegs. Die kleineren Plätze — Place Saint-Thomas, Place du Temple-Neuf und Place Grimmeissen — bleiben auch in Stoßzeiten ruhiger.
Kann ich von Straßburg aus einen Tagesausflug in die elsässischen Weinorte machen?
Ja, problemlos. Obernai ist mit dem Regionalzug in rund 20 Minuten erreichbar, Colmar (mit sechs eigenen Weihnachtsmärkten) in 30 Minuten per TGV. Ribeauvillé und Riquewihr — zwei der schönsten Dörfer Frankreichs — erfordern entweder ein Auto oder eine geführte Tour, da die Busverbindungen im Dezember begrenzt sind. Geführte Viator-Touren ab Straßburg erschließen Weinorte und Kellerbesichtigungen in kleinen Gruppen, in der Regel bis zu acht Personen.
Quellen
- Der Christkindelsmarik — offizielle Straßburger Weihnachtswebsite — Ville de Strasbourg
- Unsere Geschichte — Noël à Strasbourg — Ville de Strasbourg
- Christkindelsmärik, Straßburg — Wikipedia — Wikipedia
- Choucroute garnie und Elsässer Riesling — Wine Spectator — Wine Spectator
- Weinliebhaber-Guide zum Elsass — Decanter — Decanter
- Weihnachtsmarkttourismus-Statistiken 2025 — Hotelagio — Hotelagio
- Elsässer Weihnachtsmärkte Guide 2026 — Ophorus — Ophorus
- Straßburger Weihnachtsmarkt-Guide — Beyond the Guidebooks — Beyond the Guidebooks
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